
Der CDU-Stadtverband Forst (Lausitz) zeigt sich tief erschüttert über die gezielte Zerstörung zweier Stolpersteine in der Mühlenstraße am vergangenen Wochenende. Die beschädigten Steine erinnern an Erna Perlich und ihre Tochter Ilse Pick – zwei Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft litten: Erna Perlich kam im Gestapo-Gefängnis in Frankfurt (Oder) ums Leben, ihre Tochter Ilse wurde in Auschwitz ermordet. Die Stolpersteine wurden erst im November 2024 verlegt und sind Teil eines europaweiten Gedenkprojekts, das an die Schrecken dieser Zeit und die daraus erwachsende Verantwortung erinnert.
Als Reaktion auf diesen Vorfall unterstützt die CDU Forst (Lausitz) die schnellstmögliche Wiederverlegung der beiden Stolpersteine. Damit will der Stadtverband ein deutliches Zeichen gegen Geschichtsvergessenheit und für den Erhalt der Erinnerungskultur in Forst setzen.
Judith Tscharn, Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Forst (Lausitz), erklärt: „Wer Stolpersteine zerstört, greift nicht nur ein Symbol an – er greift die Erinnerung an reale Menschen an, die Opfer eines grausamen Unrechtsregimes wurden. Solche Taten dürfen nicht unbeachtet bleiben. Mit unserer Unterstützung wollen wir deutlich machen: Wir stehen für ein lebendiges Gedenken, gegen das Vergessen. Für die Werte der Demokratie, gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit.“
Die CDU Forst betont, dass Gedenken kein rückwärtsgewandter Akt ist, sondern ein lebendiger Bestandteil demokratischer Kultur. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten, ist eine gemeinsame Aufgabe aller demokratischen Kräfte – besonders in Zeiten, in denen antidemokratische Tendenzen und extremistisches Gedankengut wieder verstärkt in Erscheinung treten.
„Wir setzen damit ein klares Zeichen“, so Tscharn weiter. „Als CDU stehen wir für Verantwortung, historisches Bewusstsein und ein Miteinander, das auf Achtung und Freiheit basiert.“
Die Stolpersteine – ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig – machen die Namen und Geschichten der Verfolgten sichtbar, genau dort, wo sie einst lebten. Sie sind Mahnmale gegen das Vergessen – mitten im Alltag, mitten unter uns.
Mit der Unterstützung für die Wiederverlegung der zerstörten Steine bekennt sich die CDU Forst (Lausitz) klar zu einer offenen, demokratischen Gesellschaft – und stellt sich entschieden gegen jede Form von Extremismus, Intoleranz und Menschenverachtung.
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