(pm) Am Forster Wasserturm ist die 1928 von dem bedeutenden Dresdner Bildhauer Georg Wrba geschaffene Freiplastik „Schlagballspieler“ gestohlen worden. Das Fehlen des Kunstwerkes wurde am Montag, den 14. September 2026, festgestellt. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte sich der Diebstahl am vergangenen Wochenende ereignet haben.
Die Polizei wurde umgehend informiert und hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Strafanzeige wurde gestellt.
Für Hinweise, die zur Wiederauffindung des „Schlagballspielers“ führen, setzt die Stadt Forst (Lausitz) eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aus.
Die Stadt bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer am vergangenen Wochenende im Bereich des Wasserturms Beobachtungen gemacht hat, die mit dem Verschwinden der Plastik in Zusammenhang stehen könnten, oder Hinweise zu ihrem Verbleib geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer (03562) 92-0 oder bei der Stadt Forst (Lausitz) per E-Mail an info@forst-lausitz.de zu melden.
Ein Kunstwerk mit langer Geschichte
Die Freiplastik „Schlagballspieler“ wurde 1928 von Georg Wrba geschaffen und gehört seit vielen Jahrzehnten zum Umfeld des Forster Wasserturms.
Erst im Frühjahr 2026 war das Kunstwerk im Zusammenhang mit der Eröffnung der Skateranlage wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückgekehrt. Wegen Reparaturarbeiten war die Plastik im Sommer 2025 vorübergehend demontiert worden.
Serie von Diebstählen und Verlusten
Der Diebstahl des „Schlagballspielers“ ist nicht der erste Verlust eines Kunstwerkes im Forster Stadtgebiet in diesem Jahr.
Bereits im August 2026 wurden zwei Bronzeplastiken mit der Darstellung eines Kranichpaares aus dem Ostdeutschen Rosengarten entwendet. Im Laufe des Jahres wurde zudem das Fehlen mehrerer Symboltafeln an Forster Brücken sowie der Gedenktafel am Paul-Högelheimer-Denkmal festgestellt.
Die Stadt Forst (Lausitz) ist angesichts dieser Entwicklung sehr besorgt. Die betroffenen Kunstwerke und Erinnerungszeichen sind Teil der Geschichte und des kulturellen Erbes der Stadt. Ihr Verlust bedeutet deshalb weit mehr als einen rein materiellen Schaden.
Auf ihrer Internetseite informiert die Stadt Forst (Lausitz) über die bislang fehlenden beziehungsweise entwendeten Kunstwerke: www.forst-lausitz.de
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