(pm) Am 13. Mai eröffnete die erste Ausstellung der Rosengartensaison 2026 im Besucher- und Ausstellungszentrum. Den Auftakt macht der Potsdamer Fotograf und Journalist Uwe Paul Schulze mit seiner Serie „Lost Places“.
Forst (Lausitz), einst als „Manchester des Ostens“ und bekannt für seine Tuchindustrie, wird in Schulzes Arbeiten in seiner maroden Pracht sichtbar. Verfallene Industrieanlagen, Spuren des Krieges und Zeugnisse vergangener Zeiten bilden die Grundlage seiner Cyanotypien.
Diese historisch fotografische Technik wurde 1842 von Sir John Herschel entwickelt. Mit monochromem Berliner Blau auf schwerem, strukturiertem Aquarellpapier erzeugt Schulze eine ästhetische Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven und zeigt, wie Schönheit im Verfall und in der Erinnerung entsteht.
Uwe Paul Schulze ist 1960 in Potsdam geboren und arbeitet als freischaffender Fotograf und Journalist. Mit zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. beim Leica Barnack Wettbewerb und mit Stipendien des Landes Brandenburg.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4 Juni von Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
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