Wenn Stimmen zu Textil werden: Karen Modrei im Forster Museum / Live-Performance während der openart Lausitz Biennale

Fotos: Karen Modrei

(pm) Am 22. August von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr ist die Künstlerin Karen Modrei im Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz zu Gast und führt ihre Arbeit „appropriate hieroglyphs“ als Live-Performance vor.

Die interdisziplinär arbeitende Künstlerin, die in München lebt und arbeitet, verbindet in ihrer Praxis Textil, Klang, Installation und Performance. Für die openart Lausitz Biennale beschäftigt sie sich mit der Mehrsprachigkeit der Lausitz und der Frage, wie Sprache verbinden, aber auch Fremdheit und Distanz erzeugen kann.

Im Mittelpunkt steht eine eigens umgebaute Strickmaschine, die Stimmen und Geräusche mithilfe eines Soundsensors in textile Muster übersetzt. Während der Performance werden die Stimmen und Klänge der Besucherinnen und Besucher in Echtzeit aufgenommen und in textile „Übersetzungen“ verwandelt. So entstehen vor Ort textile Dokumente, die während der Biennale Teil der Installation werden.

Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, selbst Teil des Prozesses zu werden und mit ihrer Stimme oder ihren Geräuschen die textile Maschine zum „Sprechen“ zu bringen.

Neben der Live-Performance sind weitere Kunstwerke der openart Lausitz Biennale zu sehen. Zu den Highlights gehören die rund zehn Meter lange Installation „Flaming Heart“ von Joana Vasconcelos, der monumentale Scherenschnitt „State of Strike“ von Sonja Yakoleva, Holzschnitte von Frank Lippold, Fotografien von Marike Schuurmann sowie die Installation „Makro-Kohlestruktur“ von Katharina Wimmer. Minh Duc Pham und Heike Zappe widmen sich in ihren Arbeiten zudem der Geschichte und den Menschen der Lausitz.

Die Ausstellung ist vom 22. August bis 6. September 2026, jeweils donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, zu sehen.

Es gelten die regulären Eintrittspreise.

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