Fr 21.08.2026 – So 6.09.2026
(pm) Zur Eröffnung der openart Lausitz Biennale am 21. August in Forst zeigt die Modedesignerin und Künstlerin Esther Perbandt eine Performance, die sie bereits auf der Positions-Kunstmesse in Berlin vorführte. Bekannt ist die Designerin durch ihre Auftritte bei Heidi Klum und ihre rein schwarzen Kollektionen. Imposanter Blickfang beim Betreten des Museums ist die 10 Meter lange Installation „Flaming Heart“ der portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos.
Die 1. openart Lausitz Biennale für zeitgenössische Kunst wartet mit ungewöhnlichen Perspektiven und echten Highlights auf. Vom 31. Juli bis 20. September spannt sie ein künstlerisches buntes Band um die Lausitz, belebt bekannte Orte und füllt leerstehende Orte wieder mit Leben, so das neu eröffnete Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz.
In Forst wird geklotzt – nicht gekleckert: 10 Meter lang ist der Scherenschnitt „State of Strike“ von Sonja Yakoleva, der die gesamte Rückwand des Saals einnimmt. Überdimensional sind auch die Holzschnitte von Frank Lippold ebenso, wie die von Marike Schuurmann stark vergrößerten Polaroidfotos, die als Pigmentdrucke in Plexiglaskästen von den Lausitzer Seenlandschaften und deren Wasser-Säuregehalten erzählen. Mit der großformatigen Installation einer Makro-Kohlestruktur, thematisiert die Künstlerin Katharina Wimmer den verlorengegangenen Kohleabbau in der Lausitz.
Die Fahnen der „Rosenbrigade“ von Minh Duc Pham nehmen Bezug auf die ehemals in der DDR arbeitenden vietnamesischen Arbeiter:innen, während Heike Zappe die heute noch existierende, traditionsreiche „Jende Posamentenmanufaktur“ in Forst fotografisch dokumentiert.

Dabei bindet die Kunst auch die Besucherinnen und Besucher aktiv in die Entstehung mit ein – so bei der Arbeit der Künstlerin Karen Modrei an einer Strickmaschine: Die Besuchenden werden dazu eingeladen, Geschichten zu erzählen, die auf der Strickmaschine in Muster übertragen werden.
Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz
Eröffnung Fr. 21, August, 17 Uhr
Öffnungszeiten: Do. – So. 10 – 18 Uhr
Sorauer Str. 37
03149 Forst (Lausitz)
Eintritt für das gesamte Museum, in dem die Ausstellung der openart Lausitz Biennale zu sehen ist: Erwachsene 3 Euro
Anreise: Das Forster Museum liegt ca. 500 Meter vom Bahnhof entfernt.
Hintergund
Vom 31. Juli bis 20. September 2026 verwandelt sich die Brandenburger Lausitz in eine Plattform für zeitgenössische Kunst Die Biennale will die kulturelle Vielfalt der Lausitz überregional ins Gespräch bringen. Gezeigt werden Malerei, Fotografie, Skulptur, Installationen sowie Multimedia und Performance – ergänzt wird das Programm durch Live-Veranstaltungen wie szenische Lesungen, Workshops und partizipative Formate.
In vier Landkreisen und der Stadt Cottbus spannt die openart Lausitz Biennale ein künstlerisches Band. Mit dabei ist Forst vom
Fr 21.08.2026 – So 6.09.2026
Im neu renovierten Museum werden das erste Mal Kunstwerke internationaler und lokaler Künstler gemeinsam zu sehen sein.
https://openart-lausitz-biennale.de/de/biennale/programm/ausstellung-forster
Industriell und landwirtschaftlich geprägt, ist die südbrandenburgische Lausitz ein weiteres Mal nach der Wende im Umbruch: Durch den Ausstieg aus dem Braunkohleabbau brechen Industrien weg, gleichzeitig sind Neue im Entstehen. Unter dem Motto „Kunst formt Räume – art shapes spaces“ reflektiert die openart Lausitz Biennale diesen Strukturwandel künstlerisch.
Neben etablierten Ausstellungsorten wie der Kunsthalle Lausitz in Cottbus, dem Forster Museum und dem Kunstgussmuseum in Lauchhammer entdeckt die openart Lausitz Biennale ungewöhnliche Räume zur künstlerischen Nutzung: eine leerstehende Plattenbausiedlung, ein Bürgerhaus, das Areal eines ehemaligen Landgasthofs, ein Künstlerdorf.
Besucher erwartet eine reizvolle Mischung von Orten, denen die Kunst neues Leben einhaucht, und Industriegebäuden, denen die Kunst neue Perspektiven verschafft.
Open Spaces und Young Art
Ergänzt wird dieses Programm durch Kunstschaffende vor Ort. Das Format „Open Spaces – Offene Räume“ eröffnet Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, die Möglichkeit, eigene Ideen und Formate einzubringen, ihre Arbeitsstätten und Ateliers zu öffnen sowie Ausstellungen und Live-Veranstaltungen an charmanten Orten, in ländlichen Scheunen und auf bunten Wiesen zu realisieren.
Die Sektion „Young Art – Junge Kunst“ regt Menschen im Alter von 12 bis 21 Jahren an, sich mit zeitgenössischen Kunstformen auseinanderzusetzen. Von praktischen Workshops und dem direkten Austausch mit Künstler bis hin zu Exkursionen zu den Biennale-Orten, Ateliers und überregionalen Museen – das Programm ermöglicht vielfältige Einblicke in die Entstehung und Präsentation von Kunst.
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